Belege als CSV exportieren: Spalten, Format und Import in die Buchhaltung
Belege als CSV exportieren: Welche Spalten die Buchhaltung braucht, wie das Format aussehen sollte und wie der Import in Banana, CashCtrl oder Excel ohne Fehler klappt.
Kurz gesagt: Ein CSV-Export von Belegen ist eine Textdatei mit einer Zeile pro Beleg und Spalten wie Datum, Händler, Betrag, Währung, Kategorie und Notiz. Buchhaltungsprogramme wie Banana oder CashCtrl und Tabellenkalkulationen wie Excel importieren sie über eine Spaltenzuordnung. Damit der Import klappt, müssen Datumsformat, Dezimaltrennzeichen und Zeichensatz stimmen, und zu jeder Zeile sollte der Original-Scan als PDF vorliegen.
CSV ist das unscheinbarste Dateiformat der Buchhaltung und gleichzeitig das nützlichste. Fast jedes Programm kann es lesen, es braucht keine Lizenz, und es lässt sich mit einem Texteditor prüfen. Wer seine Belege als CSV exportieren kann, ist nicht an eine App gebunden und kann die Daten dorthin bringen, wo sie gebraucht werden.
Dieser Artikel erklärt, was in einem CSV-Export von Belegen stehen sollte, welche Spalten die Buchhaltung braucht, wie der Import in gängige Programme abläuft und wo die typischen Stolperfallen liegen.
Was ein CSV-Export von Belegen enthalten sollte
Ein guter Belege-Export enthält pro Beleg eine Zeile mit allen Feldern, die du beim Erfassen ausgefüllt hast, plus den Dateinamen des zugehörigen Scans. CSV steht für "comma-separated values": Die Werte einer Zeile sind durch ein Trennzeichen getrennt, meist ein Komma oder ein Strichpunkt, die erste Zeile enthält die Spaltennamen.
So sieht eine Zeile zum Beispiel aus:
2026-03-14;Coop Pronto;47.90;CHF;Verpflegung;Zmittag Kundentermin Bern;2026-03-14_Coop-Pronto_47.90.pdf
Wichtig ist, dass der Export nicht nur die Liste enthält, sondern auch die Belege selbst. Die CSV ist die Übersicht, das PDF ist der Nachweis. Beim Export aus Belego bekommst du deshalb ein ZIP für einen frei wählbaren Zeitraum (Jahr, Monat, von-bis): darin die Original-PDFs, benannt nach Datum, Händler und Betrag, plus die CSV-Liste mit Kategorie und Notiz, plus eine LIESMICH, die den Aufbau erklärt. Das ZIP dient gleichzeitig als Backup.
Welche Spalten braucht die Buchhaltung?
Die Buchhaltung braucht mindestens Datum, Betrag, Währung und eine Beschreibung; alles Weitere erleichtert die Verbuchung, ist aber nicht zwingend. Diese Übersicht zeigt, welche Spalte wofür dient:
| Spalte | Pflicht | Wofür |
|---|---|---|
| Datum | Ja | Buchungsdatum, Zuordnung zur Periode |
| Betrag | Ja | Buchungsbetrag |
| Währung | Ja bei Fremdwährungen | Umrechnung, Fremdwährungskonten |
| Händler | Empfohlen | Buchungstext, Gegenpartei |
| Kategorie | Empfohlen | Vorschlag für das Aufwandkonto |
| Notiz | Optional | Geschäftszweck, Teilnehmende, Projekt |
| Dateiname | Empfohlen | Verknüpfung zum PDF-Beleg |
Die Kategorie aus der App ist nicht dasselbe wie das Konto im Kontenrahmen, aber sie ist der beste Anhaltspunkt dafür. "Verpflegung" wird in der Buchhaltung meist zu einem Konto für Spesen oder Repräsentation, "Büromaterial" zu Büroaufwand. Diese Zuordnung macht der Treuhänder oder du beim Import einmal, danach lässt sie sich wiederverwenden. Was der Treuhänder sonst noch braucht, steht in Belege digital an den Treuhänder.
Wie importierst du Belege als CSV in Banana, CashCtrl oder Excel?
Der Import läuft in allen drei Programmen nach demselben Prinzip: Datei auswählen, Trennzeichen und Zeichensatz bestätigen, Spalten zuordnen, Vorschau prüfen, importieren. Die Namen der Menüpunkte unterscheiden sich, die Schritte nicht.
- Export erstellen: In der App den Zeitraum wählen, zum Beispiel das erste Quartal, und das ZIP speichern.
- ZIP entpacken: CSV und PDFs in einen Ordner legen, den du später wiederfindest.
- Import starten: In Banana und CashCtrl über die Importfunktion für Buchungen, in Excel über "Daten, aus Text/CSV".
- Spalten zuordnen: Datum auf Datum, Betrag auf Betrag, Händler oder Notiz auf den Buchungstext, Kategorie auf das Konto (wo das Programm es anbietet).
- Vorschau kontrollieren: Stimmen Datumsformat und Beträge? Sind Umlaute korrekt?
- Importieren und die Summe mit der App vergleichen.
In Excel ist die CSV danach eine Tabelle, die du auswerten und dem Treuhänder schicken kannst. Wie du daraus mit wenigen Formeln eine Übersicht machst, zeigt Belege in Excel übertragen. Für bexio und ähnliche Programme, die Belege als Dokumente verwalten, sind die PDFs aus dem ZIP das passende Format, weil dort jeder Beleg einzeln hochgeladen und verbucht wird.
Wo liegen die typischen Stolperfallen beim CSV-Import?
Vier Details verursachen fast alle Importfehler: Datumsformat, Dezimaltrennzeichen, Zeichensatz und Trennzeichen. Alle vier lassen sich im Importdialog beheben, wenn du weisst, worauf du achten musst.
- Datumsformat: 14.03.2026, 2026-03-14 und 03/14/2026 bedeuten dasselbe Datum, werden aber unterschiedlich gelesen. Das Format JJJJ-MM-TT ist das eindeutigste, weil kein Programm es mit Monat und Tag verwechselt.
- Dezimaltrennzeichen: 47.90 und 47,90 sind derselbe Betrag. Ein Programm, das ein Komma erwartet und einen Punkt bekommt, liest 4790 oder gar nichts. Prüfe im Importdialog die Einstellung oder in der Vorschau die ersten Beträge.
- Zeichensatz: Die CSV sollte UTF-8 sein, damit Umlaute wie in "Zürich" erhalten bleiben. Erscheinen seltsame Zeichen, wähle beim Import UTF-8 als Zeichensatz.
- Trennzeichen: Komma oder Strichpunkt. Enthält ein Händlername ein Komma ("Müller, Bäckerei"), muss der Wert in Anführungszeichen stehen, sonst verschieben sich die Spalten. Ein sauberer Export macht das automatisch.
Dazu kommt ein organisatorischer Fehler: derselbe Zeitraum zweimal importiert. Wer im April die Monate Januar bis März exportiert und im Juli nochmals Januar bis Juni, hat das erste Quartal doppelt. Halte dich an feste Zeiträume, zum Beispiel Quartale oder das ganze Jahr, und notiere, was du schon importiert hast.
Warum PDF und CSV zusammengehören
Die CSV allein ist kein Beleg. Sie ist eine Liste, die du selbst geschrieben haben könntest, und sie beweist der Steuerbehörde nichts. Der Nachweis ist der Scan des Originals, auf dem Händler, Datum, Betrag und MWST lesbar sind. Deshalb sollte jeder CSV-Export von Belegen die PDFs mitliefern, und die Dateinamen in der CSV sollten auf diese PDFs zeigen.
Die Aufbewahrung folgt derselben Logik: Nach Art. 958f OR müssen Geschäftsbücher und Buchungsbelege in der Schweiz zehn Jahre aufbewahrt werden, elektronisch ist erlaubt, solange sie lesbar und unverändert bleiben. Ein ZIP mit PDFs und CSV pro Jahr, an zwei Orten gesichert, erfüllt das für die meisten kleinen Firmen. Warum PDF dafür das richtige Format ist, erklärt Belege in PDF umwandeln.
Wie sieht ein sauberer Export-Workflow aus?
Der einfachste Workflow ist: laufend erfassen, quartalsweise exportieren, einmal im Jahr das Ganze als Archiv sichern. So bleibt der Aufwand pro Durchgang klein und der Treuhänder bekommt Daten, die nicht älter als drei Monate sind.
- Laufend: Belege am Tag des Kaufs fotografieren und auslesen lassen. Was die App nicht sicher liest, bleibt leer und wird kurz ergänzt. Mehr dazu in Belege automatisch auslesen.
- Quartalsweise: Zeitraum wählen, ZIP exportieren, in die Buchhaltung importieren oder an den Treuhänder schicken.
- Jährlich: Das ganze Jahr in einem ZIP exportieren und als Archiv ablegen. Das ist gleichzeitig dein Backup.
Bei Belego bleiben alle Belege auf dem Gerät, ohne Konto, ohne Cloud. Der Export ist deshalb auch der Weg, die Daten ausserhalb des Handys zu sichern: einmal im Jahr das ZIP auf den Computer oder in dein eigenes Backup kopieren, fertig. Wie du den Jahresabschluss in drei Schritten vorbereitest, steht in Belege zum Jahresende.
Häufige Fragen
Kann ich eine CSV-Datei mit Excel bearbeiten und danach wieder importieren?
Ja, aber mit Vorsicht. Excel ändert beim Speichern als CSV gerne das Datumsformat, das Trennzeichen und den Zeichensatz, je nach Landeseinstellung. Speichere deshalb ausdrücklich als "CSV UTF-8" und prüfe die Datei nach dem Speichern in einem Texteditor. Für kleine Korrekturen ist es oft einfacher, die Werte direkt in der App zu ändern und neu zu exportieren.
Reicht die CSV für die Steuererklärung oder brauche ich die PDFs?
Für die Steuererklärung brauchst du die Belege selbst, also die PDFs. Die CSV hilft dir, die Summen pro Kategorie zu bilden und in die Formulare zu übertragen, ist aber kein Nachweis. Bewahre beides zusammen auf: Verlangt die Steuerbehörde einen Beleg, findest du ihn über den Dateinamen in der CSV in Sekunden.
Welches Trennzeichen sollte eine Belege-CSV verwenden?
Es gibt keinen Standard, der überall gilt. Programme mit deutschen oder schweizerischen Ländereinstellungen erwarten oft den Strichpunkt, englische das Komma. Entscheidend ist, dass du beim Import das richtige Trennzeichen angibst; fast jeder Importdialog fragt danach oder erkennt es automatisch. Öffne die Datei im Zweifel in einem Texteditor und schau in die erste Zeile.
Kann der Treuhänder mit einer CSV überhaupt etwas anfangen?
In den meisten Fällen ja, und oft ist es ihm lieber als ein Stapel Papier. Die CSV importiert er in seine Software oder nutzt sie als Kontrollliste beim Verbuchen der PDFs. Frag vorher kurz, welches Datumsformat und welche Spalten er bevorzugt, dann sparst du beiden Seiten Rückfragen. Ein Export pro Quartal mit PDFs und CSV im selben ZIP ist eine gute Basis.